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CO2 Reduktion

Die Wahrscheilichkeit, dass Deutschland seine selbstgesteckten Ziele zur Reduktion des Co2 Ausstoßes bis 2020 erreicht gelten als gering. Ist dies nun als Versagen der Energiepolitik zu interpretiern? Ich denke nicht unbedingt.

Bis 2011 wurden noch ca. 130 TWh pro Jahr aus mehr oder minder CO2 neutraler Kernkraft erzeugt. Inzwischen sind es nur noch 90 TWh pro Jahr und der CO2 Ausstoß des Kraftwerkparkes hat sich nicht signifikant erhöht. Bis 2022 werden alle noch verbleibenden Kernkraftwerke abgeschaltet. Die dahingehend zu erstzende Menge an Energie ist unvorstellbar groß. Sie entspricht in etwa der Menge an Energie, die zur Zeit aus Photovoltaik und Windkraft gemeinsam bereitgestellt werden kann. Das heißt die Winfkraft- und Photovoltaikkapazitäten müssten bis 2022 verdoppelt werden, um die abzuschaltenden Kernkraftwerke zu kompensieren. Dieses Ziel alleine ist schon sehr ambitioniert.

 Um nun den Co2-Ausstoß Deutschlands zu senken müssen zudem noch an anderer Stelle einsparungen gemacht werden, wie etwa durch gesteigerte Energieeffizienz.

Der Ausstieg aus der Atomkraft macht das erreichen der Ziele also bedeutend schwieriger.

26.8.15 10:34, kommentieren

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Atomkraft ja bitte??

Im Mai diesen Jahres schrieb Wieland von Petersdorff-Campen ein Leidenschaftliches Plädoyer für die Atomkraft, wobei sein Hauptargument darauf beruhte, dass nur die Atomkraft den Menschen in Entwicklungsländern ausreichend Energie für einen gehoberenen Lebensstandard bereitstellen könne.

Diese Ansicht kann ich nicht teilen und dies hat gleich mehrere Gründe. Ginge man davon aus, das der Durchschnittsafrikaner so viel Energie Verbrauchen würde wie der Durschschnittseuropäer, und wollte man dies ausschließlich mit Hilfe der Atomkraft decken, so müssten in Afrika mindestens 500 neue Atomkraftwerke entstehen. Das sind mehr als derzeit weltweit in Betrieb sind. Und dabei ist das zu erwartende starke Bevölkerungswachstum der Region noch gar nicht berücksichtigt. Die ohnehin nicht sehr hohe statische Reichweite von Uran würde sich damit halbieren, auf dann nur noch ungefähr 35 Jahre.

Viele Gebiete Afrikas gelten nicht gerade als politisch stabil. Neben der Tatsache, dass es hier wohl kaum ein Land schaffen wird die nötigen Investitionen zu stämmen, ist es auch nicht wünschenswert, dass dort reaktoren entstehen mit deren Hilfe man (wenn auch ggf. mit eineigen Modifizierungen) Waffenfähiges Material erbrütet werden kann.

 Es ist außerdem zu bezweifeln, dass andere Staaten von niedrigeren Energierohstoffpreisen profetieren, wenn in westlichen Ländern vermehrt die Atomkraft genutzt wird. Da aufgrund von Bemühungen den CO2-Ausstoß zu senken kaum neue Kohlekraftwerke gebaut werden, würden Atomkraftwerke hierzulande eher den Ausbau erneuerbarer Energieen behindern.

Schlussendlich bleibt noch die entsorgung des Atommülls anzusprechen. Es gibt weiltweit noch kein Endlager für stark strahlende radioaktive Abfälle. Da dieses Problem in der Westlichen Welt in den vergangenen 50 Jahren nicht gelöst wurde, ist auch nicht davon auszugehen, dass Staaten, den es Wirtschaftlich bedeutend schlechter geht dieses Problem lösen können

21.8.15 01:17, kommentieren